Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan und in Form einer biokompatiblen Schraube, die die Wurzel eines natürlichen Zahns nachahmt. Diese Konstruktion wird in den Kieferknochen eingesetzt und dient dem Ersatz fehlender Zähne durch festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz.
Konformitätsbewertung
Der Mund- und Kieferbereich des Patienten wird detailliert untersucht. Während dieser Untersuchungsphase:
Knochendichte und Körpergröße werden mittels Panoramaröntgen oder Computertomographie (CT) analysiert.
Die Gesundheit des Zahnfleisches, die Mundhygiene und der allgemeine Gesundheitszustand werden berücksichtigt. Wird eine Knocheninsuffizienz festgestellt, erfolgt eine Unterstützung durch einfache chirurgische Eingriffe.

Phasen der
Implantatinsertion
Chirurgische Vorbereitung
Die Implantatstelle wird unter örtlicher Betäubung vorbereitet. Für das Implantat wird ein Pilotloch in den Knochen gebohrt. Ein sorgfältiges chirurgisches Vorgehen ist erforderlich, um die anatomischen Strukturen nicht zu beschädigen.
Implantatinsertion
Das Pilotloch wird auf den passenden Durchmesser erweitert und die Implantatschraube in den Kieferknochen eingesetzt. Anschließend wird eine provisorische Abdeckschraube angebracht, das Zahnfleisch verschlossen und der Heilungsprozess beginnt.
Osseointegrationsprozess
Die biologische Einheilung des Implantats in den Knochen (Osseointegration) dauert durchschnittlich sechs Wochen bis sechs Monate. Während dieses Prozesses verankert sich das Implantat fest im Knochen und gewinnt an funktioneller Stabilität.
Prothesenanwendung
Nach Abschluss der Einheilung wird ein Abutment (Verbindungsstück) auf das Implantat aufgesetzt. Anschließend werden Abdrücke genommen und eine individuell angefertigte Krone, Brücke oder Prothese hergestellt und auf dem Implantat befestigt.
